Mein Kind ist tot.
Ich habe mein Kind verloren,
mein Baby,
das Gefühl, ein Baby im Arm zu halten.
Ich habe die Liebe und Zärtlichkeit verloren,
Schmusen und ganz viel Glück,
das Lachen mit meinem Kind,
und das Trösten.
Ich kann es nicht aufwachsen sehen,
erlebe nicht seine ersten Schritte,
nicht seinen ersten Zahn, nicht seine ersten Worte.
Das Gefühl, mein Kind zu bewundern, erlebe ich nicht,
erlebe auch nicht, wie es Mama sagt,
seinen ersten Tag im Kindergarten,
seine Kindergeburtstage, seine Einschulung.
Ich erlebe auch keine Schwiegertochter und keine Enkelkinder.
Verloren habe ich meine Sorge um mein Kind und meine schlaflosen Nächte.
Mein Kind ist tot.
Ich habe mein Urvertrauen verloren und
meine Sicherheit im Leben und meine Unbeschwertheit.
Auch meinen Stolz, mein ungehemmtes Lachen,
und mein Gefühl der Vollkommenheit.
Meine Vorstellungen von der Zukunft sind nicht mehr da,
ich habe keine komplette Familie mehr.
Mein Gefühl "Mir gehört die Welt" ist verloren gegangen.
Verloren habe ich auch meinen Glauben an eine bedingungslose Freundschaft,
viele Bekannte und gute Freunde gibt es nicht mehr.
Meine Zuversicht ist weg und mein Gefühl
"Es wird schon irgendwie gutgehen".
Ebenso meine Selbstverständlichkeit, meine Kinder aufwachsen zu sehen.
Mein Kind ist tot.
Verloren habe ich die Harmonie und die Ruhe ein schlafendes Kind zu beobachten,
es allein zu lassen,
es in einem Raum allein schlafen zu lassen.
Verloren habe ich einen Teil der Geborgenheit in meinem Leben.
Mein Vertrauen in die Zukunft.
Mein Kind ist tot,
und ich habe meine Angst vor dem Tod verloren.